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Das SEK Berlin.
Zwölf Jahre an der Spitze. Lothar Ebert über Einsätze, Entscheidungen und das, was hinter den Schlagzeilen wirklich passiert ist.
Leiter SEK Berlin - 1982 bis 1994
List statt Gewalt.
36 Jahre Polizeidienst. Über 2.600 bewaffnete Festnahmen unter seiner Leitung. Eine Einsatzphilosophie, die in Deutschland Maßstäbe gesetzt hat.
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Kapitel I
SEK‒Mythos
Medien berichten gern spektakulär. Das SEK Berlin wurde über die Jahre zur Projektionsfläche: „Deutschlands härteste Männer", „Elite-Einheit für die Nacht".
Mit der Realität hatte das wenig zu tun. Der Alltag war selten so, wie ihn die Schlagzeilen zeichneten und gefährlich war er fast immer.
Titelbild "Das Beste aus Reader's Digest" mit Inhaltsverzeichnis: "Top-Polizisten in Aktion: Das Berliner SEK"
Mann mit schwarzem Balken über den Augen schreit, hält ein Gewehr, mit gelbem Text "CRASH!" und rotem Text "DIE SCHÄRFSTEN BULLEN DER NATION".
Zwei Männer mit dunkler Kleidung halten große, vereiste Platten vor einem grauen Hintergrund. Text: Lothar Ebert.
Zuerst mit Farbe überschüttet
Person in dunkler Kleidung und Helm, die mit Flammen an Armen, Beinen und Füßen in der Dunkelheit steht. Text: Tötungsversuch.
Neben ihm ein brennender Kollege, getroffen von einem Molotow-Cocktail. Gelöscht in einer Pfütze.
Mann in Kapuzenpulli und Shorts hält eine dunkle Platte über dem Kopf, mit Text "Tötungsversuch" vor blauem Himmel.
Von Gehwegplatten getroffen, die vom Dach geworfen wurden. Schwer verletzt.
...trifft Realität
Hinter jeder Schlagzeile steht ein Mensch. Mit Familie. Und mit der Frage, ob er am Abend nach Hause kommt.
Was Medien zeigten und was wirklich geschah.
Geiselnahmen, Zugriffe, eskalierende Demos, Festnahmen unter Lebensgefahr. Tage, an denen Beamte mit Farbe übergossen wurden, und Tage, an denen Kollegen brannten. Lothar Ebert hat zwölf Jahre lang die Verantwortung für diese Lagen getragen.
Mythos · Schlagzeilen
Wie über das SEK berichtet wurde.
„Die schärfsten Bullen der Nation."
Playboy
„Deutschlands Top-Polizisten."
Reader's Digest
„Elite-Einheit für die Nacht."
Boulevard-Berichterstattung
Realität · Aus dem Einsatz
Was Beamte wirklich erlebten.
1
Mit Farbe überschüttet bei Zugriff. Originalfoto im Archiv dokumentiert.
2
Durch Molotow-Cocktails brennend — neben Kollegen in einer Pfütze gelöscht.
3
Durch Gehwegplatten vom Dach getroffen. Schwerste Verletzungen.
4
Helmvisier mit Einschussloch. Beamter überlebt.
Kapitel II
Stratege, Ausbilder, Vordenker.
Lothar Ebert war 36 Jahre im Polizeidienst, davon mehr als zwei Jahrzehnte beim Spezialeinsatzkommando Berlin.
Von 1982 bis 1994 leitete er die Einheit.
In dieser Verfilmung sieht man Lothar Ebert vor Ort bei einer akuten Geiselnahme. Mit klarer Stimme und ruhiger Hand weist er sein Team an: „Zwei Mann aufs Dach, einer Funkwagen.“
Führung mit Methode.
In dieser Zeit prägte er eine Generation von Einsatzkräften und entwickelte ein taktisches Konzept, das später bundesweit übernommen wurde. Sein Ansatz unterschied sich von dem, was die Öffentlichkeit vom SEK erwartete. Bei ihm kam Vorbereitung vor Eskalation, Menschenkenntnis vor körperlicher Überlegenheit. Härte war für ihn kein Ziel, sondern höchstens ein letztes Mittel.
Unter seiner Leitung wurden über 2.600 bewaffnete Festnahmen durchgeführt, darunter acht der gefährlichsten in- und ausländischen Terroristen seiner Zeit. Zahlreiche Geiselnahmen endeten ohne Todesopfer. Diese Bilanz war kein Zufall. Sie war das Ergebnis eines Prinzips, das er über Jahre konsequent durchsetzte.
1958
Eintritt in den Polizeidienst
1982
Übernahme der Leitung des SEK Berlin
1994
Verabschiedung aus dem aktiven Dienst
2024
Ehrung durch die Berliner Innenverwaltung
Kapitel III
Einige brisante Einsätze von Lothar Ebert mit besonderen Würdigungen
Eine Auswahl aus Jahrzehnten dokumentierter Polizeiarbeit. Jeder dieser Einsätze ist durch Pressebelege, Originaldokumente oder Verfilmungen abgesichert.
Fall 1 - Festnahme
Live-Festnahme eines bewaffneten Spezialbeamten auf frischer Tat
Festnahme eines bewaffneten Beamten, der mutmaßlich in Drogengeschäfte verwickelt war. Der Mann hatte zwei tödliche Überraschungen vorbereitet. Trotzdem kam keine davon zum Einsatz, weil der Zugriff präzise saß.
Beleg: Pressebericht, Originaldokument der Festnahme.
Fall 1 - Festnahme
Warnschuss auf flüchtenden Pistolenschützen
Festnahme eines bewaffneten Beamten, der mutmaßlich in Drogengeschäfte verwickelt war. Der Mann hatte zwei tödliche Überraschungen vorbereitet. Trotzdem kam keine davon zum Einsatz, weil der Zugriff präzise saß.
Beleg: Pressebericht, Originaldokument der Festnahme.
Fall 3 - Geiselnahme
Eine Stunde in den Lauf geschaut.
Ein bewaffneter Mann, psychisch instabil, suizidal. Die Waffe mehrfach auf die eingesetzten Beamten gerichtet, schließlich auf Lothar Ebert. In Sekundenbruchteilen schlug er dem Mann die Pistole aus der Hand. Kein Schuss löste sich. Tage später lud der Mann das Einsatzteam zum Essen ein und schickte einen handgeschriebenen Dank.
Beleg: Berliner Morgenpost, Zeitzeugenaussagen, Originaldankschreiben.
Fall 4 - Festnahme
Verkleideter SEK-Beamter „Stacho“ überwältigte Geiselnehmer
Festnahme eines bewaffneten Beamten, der mutmaßlich in Drogengeschäfte verwickelt war. Der Mann hatte zwei tödliche Überraschungen vorbereitet. Trotzdem kam keine davon zum Einsatz, weil der Zugriff präzise saß.
Beleg: Pressebericht, Originaldokument der Festnahme.
Fall 5 - Verkleidung
Elf Leben auf Messers Schneide.
Festnahme eines bewaffneten Beamten, der mutmaßlich in Drogengeschäfte verwickelt war. Der Mann hatte zwei tödliche Überraschungen vorbereitet. Trotzdem kam keine davon zum Einsatz, weil der Zugriff präzise saß.
Beleg: Klaus Hübner, „Einsatz – Erinnerungen des Berliner Polizeipräsidenten" (Verlag Jaron). Pressedokumentation.
Buchcover: "Einsatz. Erinnerungen des Berliner Polizeipräsidenten" von Klaus Hübner. Verlag Jaron.
Textausschnitt: „Lothar Ebert an der Spitze von 14 Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) bildeten seine Equipe.“
Textpassage über den Vizepräsidenten Matthus, Flugzeugauslastung mit 149 Sitzplätzen für 124 Pakistani und das Verhalten der Fluggäste.
L. Ebert K. Scheel N. S.
Als angeforderte „Politiker“ verkleidet! Durch besondere Ablenkungen und gezielte Blitzaktionen wurden die Selbsttötungsversuche verhindert.
Ein Jahr auf der Spur. Sekunden entscheiden.
Ein Jahr lang wurde nach einem Kriminellen gefahndet, der als äußerst gefährlich galt. Er trug ständig eine Waffe bei sich und hatte sie in der Vergangenheit bereits eingesetzt. Bewegungen, Aufenthaltsorte, Gewohnheiten. Alles war für die Ermittler nur in Bruchstücken greifbar.
Im Lauf der Ermittlungen erfuhr das SEK Berlin, dass er gelegentlich versuchte, sein Kind zu sehen, und sich dabei mit seiner Ex-Frau in einem Park traf. Daraus entwickelte sich ein minutiös geplanter Zugriff im Grünen. Der Täter war in Sichtweite, das Umfeld unter Kontrolle.
Dann veränderte eine kleine Fahrlässigkeit alles.
Kapitel IV
Mein Rückblick. Im Gespräch zum SEK‒Jubiläum.
Zum 50-jährigen Bestehen des SEK Berlin wurde Lothar Ebert ausführlich interviewt. Als langjähriger Leiter der Einheit spricht er über die Anfangsjahre, über prägende Einsätze und über das, was sich in zwölf Jahren an der Spitze verändert hat.
Es geht um Einsatzprinzipien, um die Frage, wie sich das SEK über die Jahrzehnte gewandelt hat, und um die Männer, mit denen er gearbeitet hat. Manche von ihnen sind heute selbst in Führungspositionen, andere haben den Dienst nicht überlebt.
Gedenken an Roland Krüger
Auf das SEK wurde mehrfach geschossen – einer von uns starb im Einsatz
Gruppe von acht Männern, einer davon in Nahaufnahme mit Text "PK Roland Krüger".
Ein Kollege, ein Verlust, ein Moment, der bleibt.
Am 23. April verlor das SEK Berlin einen seiner Männer.
SEK-Kommissar Roland Krüger wurde bei einem Einsatz gegen einen bewaffneten Täter kaltblütig erschossen. Ein weiterer Beamter überlebte schwer verletzt – zwei Kugeln trafen ihn lebensgefährlich. Trotz der angespannten Lage gelang es den eingesetzten Kräften, den Täter zu überwältigen und Schlimmeres zu verhindern.
Der Verlust bleibt dennoch schmerzlich.
Roland Krüger war Kollege, Kamerad – und ist bis heute unvergessen.
Vielfach beschossen – Nicht zurückgeschossen Unzählige Täter überwältigt
Zeitungsartikel mit Schlagzeile: "Blutiges Drama in BVG-Bus: Mann schoß auf Polizisten!" und Text "BZ".
Zeitungsartikelüberschrift: „Haftbefehl gegen Mann mit Kopfschuß“, „Zivilfahnder duckte sich blitzschnell“.
Trotz meines Warnschusses einige Wochen vorher im Bäkepark in Berlin- Steglitz ist dieser Täter geflüchtet. Danach kam es durch ihn zu diesen folgenschweren Aktionen im BVG Bus. Hier wurde auch nicht zurückgeschossen. Die Situation endete dort anders.
Todesschuss von Clanmitglied
Ein Polizist mit blauem Helm und zerbrochenem Visier mit Einschussloch in der Mitte.
Beschossen
Einsatz in Wohnung
Zwei Männer in dunklen Jacken mit Text "PK R. Krüger" und "L. E.", ein weißes Kreuz über dem rechten Mann.
Erschossen – Täter überwältigt!
Eine Pistole im Holster eines Polizisten ist mit einem roten „X“ durchgestrichen.
Kommentare zu Polizeischüssen: Viele Meinungen ohne Einsatzerfahrung! – Fehltreffer!
Schusswaffenvermeidungstraining wurde vom Berliner SEK vor Jahrzehnten eingeführt und bis heute in tausenden Einsätzen realisiert. Es gibt auch heute, entgegen sogenannter Expertenmeinungen, Taktiken und Techniken zwischen Schusswaffengebrauch und Tasereinsatz.
Vermeidung statt Eskalation – mit Farbe zum Erfolg
Das SEK Berlin entwickelte bereits vor Jahrzehnten ein revolutionäres Trainingskonzept zur Vermeidung von Schusswaffengebrauch.
Mithilfe sogenannter Filzmunition, die mit Farbe getränkt war, konnten gefährliche Einsatzsituationen realitätsnah und risikofrei simuliert werden. Dabei ging es nicht ums Zielen – sondern ums Denken: Deckung, Kommunikation und Deeskalation standen im Mittelpunkt.
Ziel war es, Gefahren frühzeitig zu erkennen – und sie mit Taktik statt Gewalt zu lösen.
Die Erkenntnisse aus diesem Programm wurden in tausenden realen Einsätzen erfolgreich umgesetzt – und retteten das Leben von Zivilisten wie Polizisten. Auch andere Spezialeinheiten profitierten: Zahlreiche Beamte wurden in diesem Konzept geschult.
Ein Training, das Leben rettet – entwickelt vom Berliner SEK unter Lothar Ebert.
Schreiben mit Text über Polizeidienstunfähigkeit, Datum 15. Mai 1994, mit Unterschrift "Textor Polizeidirektor".
Zitat einer auszeichnung
Zeitungsartikel mit Überschrift "Polizei schießt jetzt mit Filzpatronen" und "Die neue Übungsmunition wird vorher in blaue Tinte getaucht, hinterläßt Flecke", dazu ein Mann mit Hand am Kopf und eine Patrone.
Würdigung eines Lebenswerks.
In einer feierlichen Veranstaltung im Oktober 2024 würdigte die Berliner Innenverwaltung das jahrzehntelange Engagement von Lothar Ebert, der das Spezialeinsatzkommando Berlin über viele Jahre geprägt hat – mit Mut, Voraussicht und einem klaren Prinzip: List statt Gewalt.
Die Staatssekretärin / Innensenatorin betonte in ihrer Rede die außergewöhnliche Führungsleistung, die Rolle Eberts bei der Entwicklung taktischer Innovationen – und seine Verdienste um die Eigensicherung und Ausbildung von Beamten deutschlandweit.
Diese Auszeichnung markiert nicht nur ein Ende der aktiven Laufbahn, sondern auch den bleibenden Einfluss eines Pioniers der modernen Polizeiarbeit.
Ein Moment der Wertschätzung – für jahrzehntelange Führung, Verantwortung und Innovation.
Verantwortungslose Expertentipps - ein Beispiel von Vielen
Von vermeintlichen Polizeiexperten werden sogar falsche und teilweise problematische Handlungsanweisungen wiederholt empfohlen. Von einem Polizeiprofessor beispielsweise geforderte Netze oder Distanzstöcke haben wir vor 40 Jahren im Rahmen des von uns entwickelten Schusswaffenvermeidungstrainings auf Wirksamkeit getestet. Es gibt wirksamere Taktiken und erfolgreichere Techniken.
Beispiel: Einsatz mit Distanzstock
Zwei Männer üben Stockkampf im Garten, einer in lila Kapuzenpulli, der andere in Schwarz.
Ein Mann in lila Kapuzenpullover klettert über einen grünen Zaun, während ein anderer Mann mit einer Kamera auf ihn zielt.
Es gibt mehrere Möglichkeiten des Täters in diesen Fällen für lebensgefährliche Gegenaktionen.
Hauptziel bei einem Messertäter ist, diesen zu stoppen und weitere Aktionen zu verhindern.
In Solingen gelang es innerhalb einer Minute einem Täter, 3 Personen zu töten und 8 lebensgefährlich zu verletzen.
Ein Polizist mit "POLIZEI"-Shirt hält eine Stange vor einem Zaun, hinter dem eine Frau von einer anderen Person festgehalten wird.
Spektakulärer Zugriff per Dachsprung
Ein bewaffneter Täter, verschanzt in einem Mehrfamilienhaus. Klassische Zugriffswege fielen aus, weil sie ihn gewarnt hätten. Also kam der Zugriff von oben: Ein SEK-Beamter seilte sich auf das Dach ab und sprang im entscheidenden Moment durch das Fenster, bevor der Täter reagieren konnte.
Eine Aktion, die nur funktioniert, wenn jeder Handgriff sitzt und das Timing auf die Sekunde stimmt.
List statt Gewalt. Der Zugriff vor dem BMW.
Ein hochgefährlicher Täter, der kurz zuvor einen Polizisten erschossen hatte. Eine Festnahme mit Sturmgewehr und Rammbock wäre möglich gewesen, aber riskant — für die Beamten, für Anwohner, für unbeteiligte Dritte.
Lothar Ebert entschied sich für einen anderen Weg. Statt einer offenen Konfrontation kam eine verzweifelte Frau an die Tür.
Was wie ein zufälliger Moment aussah, war ein präzise vorbereiteter Zugriff. Der Täter wurde überwältigt, bevor er begriff, was passierte. Kein Schuss fiel.
Zugriff im Postboten-Gewand
Der Tatverdächtige hatte seine Wohnung seit Wochen nicht mehr verlassen. Eine offene Festnahme war kaum möglich, ohne ihn zu warnen oder eine Schießerei zu riskieren.
Das SEK Berlin entschied sich für einen unauffälligen Weg. Ein Beamter verkleidete sich als Postbote, in der Hand ein Paket, darunter eine verdeckt geführte Waffe. Als der Mann wie erwartet die Tür öffnete, war der Zugriff bereits abgeschlossen, bevor er reagieren konnte.
Manchmal beginnt eine Festnahme mit einer Unterschrift.
Pressestimmen zum
Berliner SEK
Medienberichte über Einsätze, Taktik und Führung unter Lothar Ebert.
„Die schärfsten Bullen der Nation“
- Playboy
„Deutschlands Top-Polizisten“
- Das Beste / Reader’s Digest
„Meister der Kontrolle in Extremlagen“
- Berliner Zeitung
„Ein Mann wie Donnerhall“
- Frankfurter Allgemeine Zeitung
Mit Megaphon an der Front
Auf diesem Bild führt Lothar Ebert mehrere Hundertschaften des SEK bei einer Demo in Berlin.
Die Situation eskalierte – die Demonstration endete gewalttätig.
Zu Beginn seiner fast zwei Jahrzehnte beim SEK stand Ebert oft mitten auf der Straße – zwischen Risiko und Verantwortung.
Gewalt gegen die Polizei erfuhr er nicht aus Berichten und Schilderungen - er erlebte sie unmittelbar und war zugleich verpflichtet, persönlich Verantwortungen zu übernehmen!
Polizist mit Megafon spricht vor einer Reihe anderer Polizisten, die hinter Schilden stehen; Demonstranten auf der anderen Seite.
SEK - Leiter lothar ebert
Entwaffnet im Bruchteil einer Sekunde
Bei einem besonders heiklen Einsatz wurde das SEK Berlin zu einem hochgradig gefährlichen Prokuristen gerufen.
Er galt als psychisch instabil und stand unter schwerem Druck – bei Eintreffen der Einheit war er bewaffnet mit einem Revolver und zeigte bereits erste suizidale Tendenzen.
Während der Verhandlungen richtete er die Waffe mehrfach direkt auf die Beamten – und schließlich auf Lothar Ebert selbst.
Ebert schildert rückblickend:
„Ich hatte nur eine Sorge – dass eine Patrone im Lauf war. Ich schaute direkt in den Lauf.“
Mit einem blitzschnellen Reflex schlug Ebert dem Mann die Waffe aus der Hand – ohne dass sich ein Schuss löste. Der Zugriff gelang. Niemand wurde verletzt.
Einige Tage später lud der Mann das gesamte Einsatzteam zu einem Essen ein – begleitet von einem handgeschriebenen Dankeschön.
Zeitungsartikel-Schlagzeile: "Ein Kinnhaken beendete das Drama auf dem Balkon" mit Untertext.
Ein Mann mit Kurzhaarschnitt und Jacke hält eine Schusswaffe auf den Betrachter gerichtet. Daneben stehen Whiskyglas und Flasche.
Mann hält Waffe an Kopf, sitzt mit älterer Person und Whiskyflasche am Holztisch.
Verbesserungsvorschläge, die über Jahrzehnte zum Schutz und zur Eigensicherung genutzt werden.
Im operativen Einsatz kann jedes Detail über Leben und Tod entscheiden – auch scheinbar kleine Dinge wie die Farbe eines Helms.
Das Berliner SEK entwickelte spezielle dunkle Helmbezüge, um die leuchtende Wirkung der weißen Polizeieinsatzhelme bei Dunkelheit zu vermeiden.
Diese Maßnahme sollte die Sichtbarkeit der Beamten für Täter reduzieren und somit das Risiko im Einsatz senken.
Lothar Ebert, damaliger Leiter des SEK Berlin, war der Initiator dieser Innovation. Für diesen praxisnahen, sicherheitsrelevanten Vorschlag wurde er besonders ausgezeichnet und belobigt.
Die Helmbezüge wurden in der Folge bundesweit eingeführt – ein stiller, aber wirkungsvoller Beitrag zur Eigensicherung im Einsatz.
Ein kleiner Eingriff mit großer Wirkung: Die Entwicklung aus Berlin wurde bundesweit übernommen.
Ein Mann mit rotem Bart und weißem Helm mit Emblem und Visier trägt eine dunkelgrüne Uniform.
Mann mit Bart in dunklem Schutzanzug und Helm, mit Pistolenhalfter und Magazintasche am Gürtel.
Polizist in dunkler Uniform und Mütze mit leuchtendem Licht am Hinterkopf, Hände in die Hüften gestemmt.
Nahaufnahme des Gesichts eines Mannes mit blonden Haaren, Anzug und blauem Krawatte.
Über mich
Lothar Ebert – Kopf, Taktiker, Vordenker
Lothar Ebert war nicht nur Führungskraft – er war Stratege, Ausbilder und Wegbereiter einer Polizei, die nicht zuerst schießt, sondern denkt.
Als Leiter des Berliner SEK prägte er eine Generation von Einsatzkräften – und hinterließ mehr als nur Zahlen: Er hinterließ Haltung.
36 Jahre Polizeidienst – davon über 20 Jahre beim SEK Berlin
12 Jahre lang Leiter des SEK Berlin (1982–1994)
Entwickler taktischer Einsatzkonzepte wie „List statt Gewalt“
Über 2.600 bewaffnete Festnahmen unter seiner Leitung
Zahlreiche Geiselnahmen ohne Todesopfer beendet
Ausbilder für hunderte Spezialkräfte in ganz Deutschland
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